Stürme und Sturmfluten sind Naturgewalten, welche die Menschen in Thorsminde prägen. Nicht nur in der Zeit während und nach den Ereignissen erinnert man sich an Tage unermüdlichen Einsatzes; auch wenn das Schlimmste überstanden ist, folgen häufig lange Perioden, in denen die Deiche erneuert werden müssen.
Am Hafen von Thorsminde erlebt man eine Mischung aus stillem Charme und geschäftigem Treiben. Besuchen Sie eine Fischauktion für Touristen in der Auktionshalle. Hier geht alles so schnell, dass man wirklich ausgeschlafen sein muss, um mitzukommen. Aber Sie sollten sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen.
Thorsminde befindet sich in einer ganz besonderen Lage auf der schmalen Landzange zwischen der Nordsee und dem Nissum Fjord.
In diesem Gebiet hat man überall – ungeachtet wo man sich gerade befindet - eine herrliche Aussicht über den Fjord, die Dünen und die Nordsee. Das Hauptgewerbe der Gegend ist Fischerei, was selbstverständlich auch Thorsminde sein ganz besonderes Gepräge verliehen hat. Es ist immer interessant, die Heimkehr der Fischkutter von der Nordsee zu beobachten und beim Ausladen der Fänge zuzuschauen.
Der Hafen liegt direkt hinter den Dünen, die Einfahrt wird von zwei langen Molen, die in die Nordsee hinausragen, eingegrenzt. Ein Spaziergang auf den Molen ist immer ein spannendes Erlebnis – und zwar bei jeder Witterung. Von Frühlingsbeginn bis zum Spätherbst ist das Gebiet ein Eldorado für Angler.
Auch die Geschichte von Thorsminde ist hochinteressant. 1811 verunglückten vor der Küste bei Thorsminde die beiden englischen Kriegs-schiffe St. George und Defence – eine der größten Schiffskatastrophen, bei der 1.400 Menschen ums Leben kamen. Dieses tragische Ereignis führte zur Gründung des ersten Strandungsmuseums in Thorsminde, wo heute eine Sammlung von Gegenständen aus den Wracks der beiden englischen Kriegsschiffe zu sehen ist.